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Keiler Gunther Christifori
Gunther Christifori

Gunther Christifori wurde als zweiter Sohn von Berthold und Mariam Christifori im bescheidenen Dörfchen Bruchstein, der Baronie Dornengrund im Reiche Galladorn geboren. Gunthers Vater Berthold war zu dieser Zeit der Schuster in Bruchstein und seine Mutter Mariam arbeitete dort als Näherin. Somit war die Zukunft für den jungen Gunther als Lehrling seines Vaters, da sein älterer Bruder wie es in Dornengrund üblich ist bei der dortigen Miliz diente, eigentlich vorherbestimmt. Er sollte eines Tages die Geschäfte seines Vaters übernehmen wäre Berthold Christifori nicht ein halbes Jahr nach Beginn von Gunthers Ausbildung gestorben. Mariam kam über den Verlust ihres Gatten nicht hinweg und verstarb von Trauer und Krankheit gezeichnet nur einige wenige Monate nach ihrem Gemahl. Gunther, damals gerade einmal 14 Lenze alt, wurde von seinem Onkel Leopold, welcher sich den Lebensunterhalt als Tischler verdiente und sich für den Jungen verantwortlich fühlte, aufgenommen. Doch Leopold war ein alter Mann und Gunther sehnte sich nach dem Verlust seiner Eltern nichts sehnlicher als weit weg von Bruchstein zu kommen.

So kam es, dass er seinen Bruder, welcher seinen Milizdienst für Dornengrund mittlerweile beendet hatte und nun unter einem Grafen aus Trochstein diente, bat ob er ihn begleiten könne. Mit 15 Jahren, eigentlich noch viel zu jung um eine Waffe zu tragen, wurde er Mitglied der Miliz des Grafen Ferdinand zu Trochstein. Aufgrund seines handwerklichen Geschickes wurde er obwohl er noch nicht unter Waffen gestellt wurde, schnell zu einem willkommenen Gefährten, da es doch immer wieder etwas zu flicken, etwas auszubessern oder zu reparieren gab. Die nächsten beiden Jahre verbrachte er bei seiner „neuen Familie“ welche ihn nach und nach im Umgang mit dem Schwert und dem Schild schulte; und eigentlich, so ist er sich sicher hätte er hier einen Ort gefunden, an welchem er alt werden konnte.

Doch es sollte anders für ihn kommen. An diesem bedeutungsvollen Abend des 4.Jhuls Hädonischer Zeitrechnung, die Trochsteiner Miliz war schon seit einigen Monaten auf der Jagd nach Banditen welche immer und immer wieder die Trochsteiner Ländereien überfielen und hatte nun nach vielen beklagenswerten Verlusten den Unterschlupf des selbst ernannten Banditenkönigs ausfindig gemacht, zog Gunther in Begleitung seines Bruders und eines schlagkräftigen Trupps Milizionäre auf seinem ersten Kampfeinsatz gegen das Banditenlager. Es hätte ein schneller und entscheidender Schlag werden sollen, da Späher das Lager ausgekundschaftet hatten und mit kaum nennenswerter und unvorbereiteter Gegenwehr zu rechnen war. Gorex, der zwergische Schmied von Gunthers Einheit hatte einmal gesagt:“ Es ist das Feuer was Eisen zu Stahl macht. Und kein Feuer brennt heißer als die Schlacht!“ Und dieses Feuer brannte heiß in jener Nacht. Heißer als Gunther es sich jemals hatte erträumen lassen. Als sie das Lager des Banditenkönigs betraten erkannte die kleine Streitmacht dass sie verraten worden war. Gunthers Bruder starb als einer der Ersten als sich ein Pfeil durch seinen Helm tief in seinen Schädel bohrte. Es war ein Schlachtfest, ein Gemetzel! Binnen weniger Minuten war von der kleinen Schlagkräftigen Truppe nur noch ein Haufen sterbender, weinender, schreiender und bereits gefallener Kammeraden übrig.

Auch heute noch ist sich Gunther sicher, dass es wohl nur einem Wunder der Götter zu verdanken ist, dass er diesen Abend überlebt hat. Schwer verletzt konnte er sich tief in den Wald und bis in ein nahegelegenes Dorf retten. Dort flickte man ihn im Laufe mehrerer schmerzhafter Monate wieder zusammen, aus Dankbarkeit den Dorfbewohnern gegenüber blieb er noch einige Zeit in dem Dörfchen bis er es eines Tages verließ um seinen Weg weiter zu gehen. Er schwor sich niemals wieder ein ähnliches Schicksal erleiden zu müssen und beschloss von nun an seinen eigenen Weg zu bestreiten. So zog er viele Jahre durch die verschiedenen Fürstentümer und Grafschaften, kämpfte und diente unter verschiedenen Herren und Anführern bis er eines Tages während einer seiner Reisen die Legenden und Heldengesänge der Keiler vernahm. Diesen folgte er bis er eines Abends in einem Wirtshaus einen Prätor mit seine Ordenskriegern des Ordens Umbra Lucis traf. Dieser kannte den Hauptmann der Keiler persönlich. Ihnen folgte er in ihre Ordensburg in der Sie zu Begräbnisfeierlichkeiten für einen ihrer gefallenen Kammeraden geladen hatten. Und genau hier kreuzten sich die Wege der Keiler und die des Gunther Christifori.

If I am afraid to be beaten, Then where is the pride when I win