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Keiler Castus
Castus

Mein Name ist Castus...nun genauer gesagt Castus Tiberius Lupus aus der schönen Stadt Tulkas. Jahrelang führte ich das Leben des dritten Sohnes der Familie...und nachdem ich alt genug für Bier und Frauen war, das des missratenen Sohnes wie mein Vater des öfteren bemerkte. Seine Stimme klingt mir noch in den Ohren wenn ich wieder einmal von einer durchzechten Nacht heim kam.

"Zechen, Zechen, Zechen....das ist alles was du kannst. Benimm dich endlich wie mein Sohn. Nimm dir ein Beispiel an deinen Brüdern. Sie benehmen sich, das man stolz sein kann sich ihr Vater zu nennen. Und die verdammte Würfelei wird irgendwann noch dein Tod sein..."

Wenigstens damit sollte er fast recht haben, den nachdem ich mein zuhause und meine Heimat nach einer weiteren Predigt Vaters bei Nacht und Nebel verlassen hatte, musste ich bemerken das das Leben ausserhalb eines warmen und gemütlichen zuhauses eher beschwerlich sein konnte. Noch dazu kam das ich nach einem Abend ohne Glück in einer Taverne, am nächsten morgen mit brummenden Schädel auf einem Schiff mitten auf dem Meer aufwachte. In den nächsten Wochen lebte ich wie ein Tier auf dem Schiff und fand erst im nächsten Hafen eine Chance zur Flucht als mich der Bootsmann in einer überaus zwielichtigen Taverne als Sklaven verkaufen wollte und durch eine Verkettung unglücklicher Umstände, an denen ich mehr oder weniger beteiligt war, eine größere Schlägerei ausbrach, in deren Verlauf der Bootsmann sein Leben verlor, genauso wie einige andere ihre wenigen Zähne die sie bis zu diesem unglücklichen Abend noch hatten. Nachdem ich also entkam, und sich glücklicherweise durch Zufall ein oder zwei Börsen in meiner Kleidung verfangen hatten, tat ich das was ich am besten konnte. Ich besorgte mir anständige Kleidung und vermehrte das Geld das mir blieb beim würfeln. Hin und wieder mehr, hin und wieder weniger. Manchmal schlief ich unter Brücken und am nächsten Tag in einem weichen Bett mit einer weichen Decke aus feinsten Gänsedaunen und einer schönen Frau an meiner Seite. Wenn das Geld weniger wurde oder ich die Stadt plötzlich verlies, schlug ich mich mit kleineren Arbeiten durch.

Auf einer meiner langen Wanderungen, traf ich einem Mann, Berret, der mir vom Land Mythodea erzählte und von den vielen Leuten die sich in wenigen Wochen wieder dorthin aufmachen würden. Er redete von Avataren, unheiligen Elementen und geheimnisvollen Siegeln, ganz besonders begeistert sprach er doch von der fahrenden Stadt, von den Tavernen, Badehäusern, von Tänzerinnen die so schön wie die Sonne an einem Wintermorgen wären. Kurzum folgte ich ihm und nachdem wir nach Mythodea übergesetzt hatten, bot ich mich gegen ein geringes Entgelt einer Gruppe von Reisenden, die offensichtlich noch fremder waren als ich, als Führer zum großen Heerlager an. Als wir das Lager nun endlich gefunden hatten und einer heftigen Diskussion über meine Bezahlung, machte ich mich in die viel gepriesene fahrende Stadt auf. Auf dem Weg kam ich mit einem Mann namens Adrian ins Gespräch, offensichtlich ein Zauberkünstler, der einer Söldnertruppe namens „Keiler“ angehörte. Zusammen gingen wir in eine Taverne der Stadt, Berret hatte nicht zuviel versprochen. Bier, Wein und Met gab es in Unmengen und die Söldner schienen nett zu sein um mit ihnen einen schönen Abend zu verbringen. Doch dann geschah etwas völlig unvorhersehbares. Ich hörte eine Stimme die ich wenige Monate zuvor das letzte mal gehört hatte, da allerdings wesentlich betrunkener. Sie gehörte einem Zwerg namens Thorgrimm, der nun auch noch genau auf den Tisch zusteuerte an dem ich saß. Ich hatte ihn in einer Taverne getroffen und mit ihm und noch ein paar anderen gewürfelt. Nachdem ich nach einer Weile eine nicht unbeträchtliche Summe an Münzen durch reines Glück mein eigen nennen durfte, musste ich mich einigen Anfeindungen durch eben jenen Zwerg erwehren, das ich meinem Glück nachgeholfen hätte. Und so musste ich etwas plötzlich weiterziehen ohne mich zu verabschieden wie es sich gehört hätte.

Es stellte sich raus das er ausgerechnet auch noch mit den Keilern reiste und das Schicksal nahm seinen Lauf. Nach einer Weile erkannte er mich und offenbar war seine heiße Wut um das verlorene Geld noch nicht erloschen. Fast hatte ich den Ausgang erreicht als mich etwas hartes am Kopf traf und wieder einmal wachte ich an einem unbekannten Ort auf. Im Lager der Keiler handelte ich mit Thorgrimm aus, das ich das Geld bei ihm abarbeiten sollte.

Und so kam ich zu den Keilern. Meine Schulden beim Zwerg habe ich inzwischen beglichen und darf mich seit einiger Zeit sogar Frischling nennen und Lehrling des großen Runenschmiedemeisters Thorgrimm Eisenfaust. Und nun warte ich auf das was die Zukunft für mich bereit hält....

..ich kann das erklären, Thorgrimm...