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10.07.2009 - 12.07.2009

Drachenkrieger 2 - Der Seelenspiegel

Es ist stürmisch, dunkle Regenwolken peitschen wie ein riesiges Heer über den nächtlichen Himmel und verdecken immer wieder die wenigen Sterne und den abnehmenden Mond, die der einsamen Gestalt den Weg weisen. Die Gestalt zieht sich den Umhang enger um die Schultern, die Kapuze tief ins Gesicht und eilt durch den kalten Regen dem Wald zu, der am dunklen Horizont mehr zu erahnen, denn zu sehen ist.

Aus der Ferne lässt das tiefe Grollen nachhallenden Donners den Wanderer schaudern, und er wirft einen sorgenvollen Blick hinter sich, wo weit entfernte Blitze den Himmel mit einem unheimlichen Leuchten erhellen. Er muss sich beeilen, wenn er sein Ziel bald erreichen will, und so sendet er ein Stoßgebet gen Himmel und hofft, dass er noch rechtzeitig eintrifft. Er hat die Zeichen gesehen, und sie bedeuten nichts Gutes. Mit Grauen denkt er an die Träume, die ihn seit Wochen nachts verfolgen. Ein Grab welches geöffnet wird, und eine unheimliche Macht, die ihre Klauen darüber ausbreitet wie ein raubvogel die seinen über seinem wehrlosen Opfer. Er sieht auch Gesichter die rings um das Grab geschart sind. Gesichter von Kriegern. Doch wer sind sie, und vor allem, auf welcher Seite stehen diese Kämpfer?

 

Mit diesen sorgenvollen Gedanken zieht er seinen Umhang noch enger um sich und eilt dem Wald zu. Eine Nacht noch, dann würde er es wissen...